
Verhandlung von Preisobergrenzen in SaaS-Verträgen
14 min Lesezeit
14. Juli 2025
Einführung in SaaS-Verträge und Preisobergrenzen
Software as a Service (SaaS) bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem Softwareanwendungen über das Internet bereitgestellt werden. Anstatt Software lokal zu installieren und zu warten, können Unternehmen auf SaaS-Lösungen zugreifen, die von Drittanbietern gehostet und verwaltet werden. Dieses Modell hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, da es Unternehmen ermöglicht, Kosten zu senken, die Flexibilität zu erhöhen und Zugang zu den neuesten Technologien zu erhalten.
Die Struktur von SaaS-Verträgen
SaaS-Verträge umfassen typischerweise verschiedene Elemente, die die Nutzung der Software regeln. Zu den wichtigsten Bestandteilen gehören:
- Nutzungsrechte: Dieser Abschnitt legt fest, wie und in welchem Umfang die Software genutzt werden darf. Dazu gehören Lizenzen für Benutzer, Datenvolumen und Funktionalitäten.
- Zahlungsbedingungen: Hier werden die Kosten für die Nutzung der Software, Zahlungsfristen und -methoden sowie eventuelle Rabatte beschrieben.
- Laufzeit und Kündigung: Die Dauer des Vertrags und die Bedingungen, unter denen der Vertrag gekündigt oder verlängert werden kann, sind ebenfalls zentrale Punkte.
- Service Level Agreements (SLAs): Diese Vereinbarungen definieren die Erwartungen hinsichtlich der Verfügbarkeit der Software, der Reaktionszeiten des Supports und der Datensicherheit.
Bedeutung von Preisobergrenzen
Preisobergrenzen sind eine wichtige Klausel in SaaS-Verträgen, die Unternehmen helfen, ihre Kosten zu kontrollieren. Eine Preisobergrenze legt fest, um wie viel ein Anbieter die Preise jährlich maximal erhöhen darf. Diese Regelung ist besonders relevant, da SaaS-Anbieter oft ihre Preise aufgrund verschiedener Faktoren anpassen, darunter:
- Inflation: Steigende Lebenshaltungskosten können dazu führen, dass Anbieter ihre Preise anpassen müssen, um mit den Marktbedingungen Schritt zu halten.
- Gestiegene Betriebskosten: Wenn die Kosten für Infrastruktur, Personal oder andere betriebliche Ausgaben steigen, können Anbieter gezwungen sein, diese Erhöhungen an ihre Kunden weiterzugeben.
- Neue Funktionen: Anbieter können auch Preiserhöhungen rechtfertigen, indem sie neue Funktionen oder Verbesserungen ihrer Software anbieten.
Indem Unternehmen Preisobergrenzen in ihre Verträge aufnehmen, können sie sich vor unangemessenen und unvorhergesehenen Preiserhöhungen schützen. Dies ist besonders wichtig für die Finanz- und IT-Abteilungen, die eine stabile und vorhersehbare Kostenstruktur benötigen, um ihre Budgets effizient zu planen und einzuhalten.
Vorteile von Preisobergrenzen für Unternehmen
Die Implementierung von Preisobergrenzen bietet Unternehmen mehrere Vorteile:
- Kostenkontrolle: Preisobergrenzen helfen, die jährlichen Kosten im Rahmen zu halten und verhindern plötzliche Budgetüberschreitungen.
- Planungssicherheit: Mit festgelegten Obergrenzen können Unternehmen ihre finanziellen Ressourcen besser planen und kalkulieren.
- Verhandlungsstärke: Unternehmen, die Preisobergrenzen in ihren Verträgen haben, positionieren sich in Verhandlungen mit SaaS-Anbietern als informierte und strategische Partner, was ihre Verhandlungsposition stärken kann.
Insgesamt sind Preisobergrenzen ein unverzichtbares Element, um die langfristige Beziehung zwischen Unternehmen und SaaS-Anbietern gesund und nachhaltig zu gestalten.
Risiken und Herausforderungen ohne Preisobergrenzen
In der dynamischen Welt der Software as a Service (SaaS) kann das Fehlen von Preisobergrenzen in Verträgen erhebliche Risiken und Herausforderungen mit sich bringen. Diese Risiken können nicht nur die finanzielle Stabilität eines Unternehmens gefährden, sondern auch die langfristige Planung und strategische Entscheidungen beeinflussen. Im Folgenden werden die wichtigsten Herausforderungen beschrieben, die sich aus dem Fehlen solcher Preisobergrenzen ergeben.
1. Kontinuierliche Preissteigerungen
- Unbegrenzte Preisanpassungen: Ohne vertraglich festgelegte Obergrenzen können Anbieter ihre Preise nach Belieben erhöhen. Dies führt oft dazu, dass Unternehmen mit unerwarteten und signifikanten Kostensteigerungen konfrontiert werden.
- Budgetüberschreitungen: Wenn Anbieter die Preise regelmäßig anheben, kann dies zu Budgetüberschreitungen führen, die das gesamte Finanzmanagement eines Unternehmens belasten. Dies ist besonders kritisch, wenn die Budgetplanung auf stabilen Kosten basiert.
2. Finanzielle Engpässe
- Unvorhersehbare Kosten: Ein plötzlicher Anstieg der Lizenzkosten kann unerwartete finanzielle Engpässe verursachen. Unternehmen müssen möglicherweise unvorhergesehene Mittel aufbringen oder in anderen Bereichen Einsparungen vornehmen, um die gestiegenen Kosten zu decken.
- Einschränkung der Investitionsmöglichkeiten: Wenn ein erheblicher Teil des Budgets für SaaS-Dienste verwendet wird, könnten Mittel für andere wichtige Investitionen, wie beispielsweise in neue Technologien oder Mitarbeiter, fehlen. Dies kann das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen.
3. Abhängigkeit von Anbietern
- Monopolstellung und Verhandlungsmacht: Anbieter, die wissen, dass keine Preisobergrenzen bestehen, könnten die Verhandlungsmacht zu ihren Gunsten ausspielen. Dies kann dazu führen, dass Unternehmen in eine Abhängigkeit geraten, was die Flexibilität und die Möglichkeiten zur Anpassung an Marktveränderungen einschränkt.
- Eingeschränkte Auswahl: In einem Markt, in dem Anbieter ihre Preise unkontrolliert erhöhen können, könnte es für Unternehmen schwierig werden, kostengünstige Alternativen zu finden. Dies kann dazu führen, dass sie an einen bestimmten Anbieter gebunden sind, auch wenn dieser nicht mehr den besten Wert bietet.
4. Fehlende Kostentransparenz
- Unklare Preisstrukturen: Ohne Preisobergrenzen kann es schwierig sein, die tatsächlichen Kosten für die Nutzung von SaaS-Diensten zu quantifizieren. Unternehmen können in die Situation geraten, dass sie nicht wissen, welche Preise sie in Zukunft erwarten können.
- Komplexität bei der Budgetierung: Die Ungewissheit über zukünftige Kosten erschwert die Budgetierung und Finanzplanung erheblich. Unternehmen können Schwierigkeiten haben, ihre Ausgaben genau zu prognostizieren und entsprechend zu planen.
5. Schwierigkeiten bei der Evaluierung von Mehrwert
- Subjektive Wertschätzung neuer Funktionen: Anbieter könnten neue Funktionen als Rechtfertigung für Preiserhöhungen anführen, ohne dass der tatsächliche Mehrwert für das Unternehmen klar ist. Dies kann zu Investitionen in Funktionen führen, die möglicherweise nicht notwendig sind oder den gewünschten Nutzen nicht erbringen.
- Mangel an quantifizierbaren Daten: Unternehmen könnten Schwierigkeiten haben, den Nutzen neuer Features zu messen, was die Entscheidungsfindung über Investitionen in SaaS-Dienste weiter kompliziert.
6. Langfristige Auswirkungen auf die Geschäftsstrategie
- Unzureichende Planungssicherheit: Die Unsicherheit in Bezug auf zukünftige Kosten kann die langfristige strategische Planung erheblich beeinträchtigen. Unternehmen könnten Schwierigkeiten haben, Wachstumsstrategien zu entwickeln, wenn sie nicht wissen, welche finanziellen Verpflichtungen sie in den kommenden Jahren eingehen müssen.
- Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit: Wenn Unternehmen gezwungen sind, einen großen Teil ihres Budgets für SaaS-Dienste auszugeben, kann dies ihre Fähigkeit beeinträchtigen, in Innovationen oder Marktentwicklungen zu investieren, was langfristig die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.
Durch das Verständnis dieser Risiken und Herausforderungen wird deutlich, dass Preisobergrenzen in SaaS-Verträgen nicht nur eine finanzielle Maßnahme sind, sondern auch einen strategischen Vorteil für Unternehmen darstellen können.
Strategien zur erfolgreichen Verhandlung von Preisobergrenzen
Die Verhandlung von Preisobergrenzen in SaaS-Verträgen erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und eine durchdachte Strategie. Hier sind einige effektive Ansätze, die Unternehmen nutzen können, um ihre Verhandlungsposition zu stärken und faire Preisobergrenzen zu erreichen:
1. Vorbereitung und Recherche
- Marktforschung betreiben: Informieren Sie sich über die Preistrends in Ihrer Branche und bei vergleichbaren SaaS-Anbietern. Sammeln Sie Daten zu den Preisen ähnlicher Dienstleistungen und deren Preiserhöhungen.
- Wirtschaftliche Indikatoren nutzen: Beziehen Sie den Verbraucherpreisindex (VPI) und andere Inflationskennzahlen in Ihre Argumentation ein. Diese Daten helfen, eine objektive Basis für Ihre Forderungen zu schaffen und verdeutlichen, dass eine Preissteigerung nicht über das Inflationsniveau hinausgehen sollte.
2. Argumentationsstrategien entwickeln
- Klare Argumente formulieren: Erstellen Sie eine Liste von Gründen, warum Preisobergrenzen notwendig sind. Dazu gehören Budgetstabilität, Planbarkeit der Kosten und Schutz vor plötzlichen Budgetüberschreitungen.
- Quantifizierbare Daten verwenden: Stellen Sie sicher, dass Ihre Argumente durch Daten gestützt werden. Zeigen Sie, wie sich frühere Preiserhöhungen auf Ihr Budget ausgewirkt haben und wie Preisobergrenzen helfen können, diese Probleme zu vermeiden.
3. Umgang mit neuen Funktionen als Preiserhöhungselement
- Wert der neuen Funktionen bewerten: Wenn der Anbieter mit neuen Funktionen argumentiert, prüfen Sie den tatsächlichen Mehrwert dieser Funktionen für Ihr Unternehmen. Ist der angebotene Nutzen die zusätzlichen Kosten wert? Fordern Sie Nachweise oder Fallstudien, die den Nutzen belegen.
- Kompromisse anbieten: Wenn neue Funktionen für den Anbieter ein wichtiges Argument sind, überlegen Sie, ob Sie bereit sind, eine moderate Preiserhöhung zu akzeptieren, solange diese im Rahmen der Preisobergrenze bleibt.
4. Langfristige Preisgestaltung im Blick behalten
- Langfristige Beziehungen aufbauen: Wenn Sie als Frühanwender von einem SaaS-Anbieter profitieren, der Ihnen anfängliche Rabatte gewährt hat, ist es wichtig, die langfristige Beziehung zu berücksichtigen. Kommunizieren Sie offen über Ihre Erwartungen an die Preisgestaltung und die Notwendigkeit von Preisobergrenzen.
- Zukunftsprognosen anstellen: Arbeiten Sie mit den Anbietern zusammen, um vorherzusagen, wie sich die Preise in den kommenden Jahren entwickeln könnten. Dies kann helfen, eine realistische Preisobergrenze zu setzen, die sowohl für Ihr Unternehmen als auch für den Anbieter akzeptabel ist.
5. Verhandlungstipps
- Emotionale Intelligenz nutzen: Seien Sie sich bewusst, wie Sie kommunizieren. Eine respektvolle und kooperative Haltung kann oft zu besseren Ergebnissen führen als eine konfrontative Herangehensweise.
- Flexibilität zeigen: Seien Sie bereit, Anpassungen vorzunehmen und verschiedene Optionen zu diskutieren. Manchmal kann ein flexibles Angebot, das den Bedürfnissen beider Parteien Rechnung trägt, zu einer schnelleren Einigung führen.
- Alternativen in Betracht ziehen: Wenn der Anbieter nicht bereit ist, Preisobergrenzen zu akzeptieren, seien Sie bereit, alternative Anbieter oder Lösungen in Betracht zu ziehen. Dies kann Ihre Verhandlungsposition stärken und dem Anbieter verdeutlichen, dass Sie Optionen haben.
6. Dokumentation und Nachverfolgung
- Verhandlungen dokumentieren: Halten Sie alle besprochenen Punkte schriftlich fest, um Missverständnisse zu vermeiden und Klarheit zu schaffen. Dies kann auch als Referenz für zukünftige Verhandlungen dienen.
- Regelmäßige Überprüfungen planen: Vereinbaren Sie regelmäßige Überprüfungen der Preisobergrenzen und der Vertragseinstellungen, um sicherzustellen, dass diese weiterhin den Bedürfnissen Ihres Unternehmens entsprechen und rechtzeitig angepasst werden können.
Vertrags- und Erneuerungsmanagement
Ein effektives Vertrags- und Erneuerungsmanagement ist entscheidend für die erfolgreiche Verhandlung von Preisobergrenzen in SaaS-Verträgen. Hier sind einige wichtige Aspekte und Strategien, die Unternehmen beachten sollten:
Zentrale Verwaltung von Vertragsinformationen
- Dokumentation: Schaffen Sie eine zentrale Datenbank oder ein Dokumentationssystem, in dem alle Verträge, deren Laufzeiten und spezifische Bedingungen festgehalten werden. Dies ermöglicht eine einfache Nachverfolgbarkeit und verhindert das Verpassen von Fristen.
- Transparenz: Stellen Sie sicher, dass alle Stakeholder (Finanzabteilung, IT, Einkauf) Zugriff auf diese Informationen haben. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind und informierte Entscheidungen treffen können.
Nutzungsauswertung zur Vorbereitung auf Vertragsverlängerungen
- Datenanalyse: Führen Sie regelmäßig eine Analyse der Nutzung der SaaS-Anwendungen durch. Ermitteln Sie, welche Funktionen tatsächlich verwendet werden und ob die Anzahl der Lizenzen die aktuelle Nutzung widerspiegelt.
- Berichterstattung: Erstellen Sie Berichte über die Nutzung, die Ihnen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen, wenn es darum geht, Verträge zu verlängern oder neu zu verhandeln. Dies gibt Ihnen auch Argumente an die Hand, um mögliche Preiserhöhungen zu hinterfragen.
Proaktive Strategien zur Maximierung von Investitionen
- Frühzeitige Planung: Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung von Vertragsverlängerungen. Idealerweise sollten Sie mehrere Monate vor Vertragsende mit der Analyse und den Verhandlungen beginnen, um genug Zeit für Anpassungen zu haben.
- Benchmarking: Vergleichen Sie Ihre SaaS-Kosten und die angebotenen Funktionen mit anderen Anbietern oder ähnlichen Unternehmen. Dies kann Ihnen helfen, ein besseres Gefühl für faire Preisobergrenzen und Leistungsstandards zu entwickeln.
Vermeidung unnötiger Lizenzkosten durch Anpassung an die tatsächliche Nutzung
- Lizenzoptimierung: Überprüfen Sie regelmäßig die Anzahl der gekauften Lizenzen in Bezug auf die tatsächliche Nutzung. Reduzieren Sie überflüssige Lizenzen oder wechseln Sie zu flexibleren Lizenzmodellen, die besser an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst sind.
- Verhandlungen über ungenutzte Lizenzen: Nutzen Sie die Erkenntnisse aus Ihrer Nutzungsauswertung, um mit Anbietern über ungenutzte Lizenzen zu verhandeln. Anbieter sind oft bereit, Anpassungen vorzunehmen, um die Kundenbindung zu fördern.
Kommunikation mit Anbietern
- Offene Dialoge: Halten Sie regelmäßige Gespräche mit Ihren SaaS-Anbietern, um über Ihre Bedürfnisse und die Nutzung der Software zu sprechen. Dies fördert nicht nur die Beziehung, sondern kann auch dazu beitragen, bessere Konditionen auszuhandeln.
- Feedback einholen: Geben Sie Feedback zu den Funktionen und der Nutzung der Software. Anbieter sind oft bereit, Anpassungen vorzunehmen oder neue Funktionen zu entwickeln, wenn sie verstehen, wie ihre Produkte verwendet werden.
Durch ein strukturiertes Vertrags- und Erneuerungsmanagement können Unternehmen nicht nur ihre Ausgaben kontrollieren, sondern auch sicherstellen, dass sie den Mehrwert aus ihren SaaS-Anwendungen maximal ausschöpfen.
Praktische Ratschläge und Best Practices
1. Durchführung einer gründlichen Marktanalyse
- Vergleich von Anbietern: Analysieren Sie mehrere SaaS-Anbieter in Ihrer Branche, um ein Gefühl für die Marktpreise und deren Preismodell zu bekommen.
- Nutzung von Benchmarks: Verwenden Sie Branchenbenchmarks, um herauszufinden, wo Ihr Anbieter im Vergleich zu anderen steht. Dies kann Ihnen helfen, realistische Preisobergrenzen zu formulieren.
2. Definieren Sie klare Ziele für die Verhandlung
- Budgetgrenzen festlegen: Bestimmen Sie im Voraus, welche Preisobergrenzen für Ihr Unternehmen akzeptabel sind und welche finanziellen Spielräume Sie haben.
- Wertschöpfung identifizieren: Überlegen Sie, welche spezifischen Leistungen und Funktionen für Ihr Unternehmen entscheidend sind und welche zusätzlichen Kosten gerechtfertigt sind.
3. Dokumentation der aktuellen Nutzung und Bedürfnisse
- Nutzungsanalysen durchführen: Erstellen Sie einen detaillierten Bericht über die aktuelle Nutzung der Software, um zu belegen, welche Funktionen tatsächlich erforderlich sind.
- Feedback von Nutzern einholen: Sprechen Sie mit den Endbenutzern der SaaS-Lösung, um deren Bedürfnisse und Wünsche zu verstehen. Dies kann Ihnen helfen, den Fokus auf essentielle Funktionen zu legen.
4. Transparente Kommunikation mit dem Anbieter
- Offener Dialog: Suchen Sie das Gespräch mit dem Anbieter und erläutern Sie Ihre Bedenken bezüglich Preiserhöhungen. Ein transparenter Austausch kann oft zu einer besseren Einigung führen.
- Fragen stellen: Stellen Sie gezielte Fragen zu geplanten Preiserhöhungen und den Gründen dahinter. Dies kann Ihnen helfen, das Angebot besser zu verstehen und gegebenenfalls zu verhandeln.
5. Nutzung von Verhandlungstaktiken
- Angebote vergleichen: Wenn Sie Angebote von anderen Anbietern haben, nutzen Sie diese als Verhandlungsinstrument. Zeigen Sie, dass Sie Alternativen haben und bereit sind, zu wechseln.
- Nicht nur Preis, sondern auch Mehrwert: Konzentrieren Sie sich nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Mehrwert, den der Anbieter bietet. Fragen Sie nach zusätzlichen Dienstleistungen oder Funktionen, die im Preis inkludiert werden können.
6. Flexibilität und Kompromissbereitschaft
- Anpassungsfähige Preisobergrenzen: Seien Sie bereit, Preisobergrenzen in verschiedenen Stufen oder in Abhängigkeit von bestimmten Bedingungen zu verhandeln (z.B. bei Erreichen bestimmter Nutzerzahlen).
- Langfristige Vereinbarungen: Überlegen Sie, ob eine längerfristige Bindung an den Anbieter im Austausch für eine günstigere Preisobergrenze sinnvoll sein könnte.
7. Dokumentation der Verhandlungsergebnisse
- Vertraglich festhalten: Stellen Sie sicher, dass alle vereinbarten Preisobergrenzen und Bedingungen schriftlich festgehalten und im Vertrag verankert werden.
- Regelmäßige Überprüfungen: Planen Sie regelmäßige Überprüfungen der Vereinbarung ein, um sicherzustellen, dass der Anbieter die festgelegten Preisobergrenzen einhält und Ihre Bedürfnisse weiterhin erfüllt.
8. Schulung und Sensibilisierung des Teams
- Schulungsprogramme: Richten Sie Schulungen für Ihr Team ein, um ein besseres Verständnis für SaaS-Kosten und Vertragsbedingungen zu fördern.
- Beteiligung der Stakeholder: Binden Sie relevante Stakeholder in den Verhandlungsprozess ein, um sicherzustellen, dass alle Perspektiven und Bedürfnisse berücksichtigt werden.
Durch die Anwendung dieser praktischen Ratschläge und Best Practices können Sie Ihre Verhandlungskompetenz erheblich verbessern und dazu beitragen, dass Ihr Unternehmen von nachhaltigeren und fairen Preisstrukturen in SaaS-Verträgen profitiert.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Verhandlung von Preisobergrenzen in SaaS-Verträgen ist ein entscheidender Schritt für Unternehmen, die eine stabile und vorhersehbare Kostenstruktur anstreben. Durch das Verständnis der Risiken, die mit fehlenden Preisobergrenzen verbunden sind, können Unternehmen proaktive Maßnahmen ergreifen, um ihre finanziellen Ressourcen zu schützen. Preisobergrenzen bieten nicht nur Sicherheit vor unkontrollierbaren Kostensteigerungen, sondern fördern auch eine transparentere und vertrauensvollere Beziehung zwischen Unternehmen und SaaS-Anbietern.
In der Zukunft wird die Bedeutung von Preisobergrenzen voraussichtlich weiter zunehmen, da die SaaS-Branche weiterhin wächst und sich entwickelt. Anbieter könnten versuchen, ihre Preise aufgrund von steigenden Betriebskosten oder neuen Funktionen zu erhöhen. Gleichzeitig wird der Wettbewerb auf dem SaaS-Markt zunehmen, was bedeutet, dass Unternehmen besser positioniert sind, um bessere Konditionen auszuhandeln.
Technologische Fortschritte im Bereich der Vertragsmanagement-Software ermöglichen es Unternehmen, ihre Verträge effizienter zu verwalten und fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Nutzung solcher Tools wird es Unternehmen ermöglichen, nicht nur Preisobergrenzen zu verhandeln, sondern auch ihre Nutzung und Ausgaben besser zu analysieren.
Zusätzlich wird eine verstärkte Sensibilisierung für wirtschaftliche Indikatoren und deren Einfluss auf SaaS-Preise notwendig sein. Unternehmen, die diese Trends erkennen und analysieren, sind besser gerüstet, um fundierte Verhandlungen zu führen und sich auf zukünftige Herausforderungen in der SaaS-Landschaft vorzubereiten.
Schließlich wird die Fähigkeit, eine Balance zwischen Kosteneffizienz und der Erhaltung einer positiven Geschäftsbeziehung zu SaaS-Anbietern zu finden, für Unternehmen entscheidend sein. Der Dialog und die Zusammenarbeit mit Anbietern, um faire Preisgestaltungen zu erreichen, werden in einer sich ständig verändernden digitalen Welt von erheblichem Wert sein. Unternehmen, die diese Prinzipien in ihre Vertragsstrategien integrieren, werden besser positioniert sein, um ihre Ziele zu erreichen und in der dynamischen SaaS-Umgebung erfolgreich zu sein.
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